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MotoGP im September: Was die kühleren Nächte für deinen Stellplatz bedeuten

Erstmals MotoGP im Herbst am Red Bull Ring. Wie kalt es nachts wird, welcher Stellplatz Strom hat und was auf die September-Packliste gehört.

Schitterhof CAMPING WEISS9 min čteníAugust 2026
MotoGP im September: Was die kühleren Nächte für deinen Stellplatz bedeuten
© Schitterhof CAMPING WEISS

Die MotoGP am Red Bull Ring war zwölf Jahre lang ein Hochsommer-Termin. Heuer nicht. Der Grand Prix von Österreich findet erstmals im Herbst statt – von 18. bis 20. September 2026.

Für die meisten Fans ändert das an der Vorfreude nichts. An der Packliste ändert es einiges. Wer seit Jahren im August kommt und dieselbe Kiste ins Auto stellt wie immer, plant mit den falschen Erfahrungswerten.

Dieser Artikel sagt dir, was sich wirklich ändert – und welche Entscheidung du bei der Buchung jetzt anders treffen solltest als sonst.

V kostce

  • Tagsüber rund 20 °C statt 24 °C – Renn-Wetter ohne Hitzestau
  • Nachts rund 7 bis 9 °C: die Spanne ist das Thema, nicht die Kälte
  • Weniger Regen als im August, kaum Nachmittagsgewitter
  • Strom am Stellplatz entscheidet heuer über deinen Schlaf, nicht über den Komfort
  • Der wichtigste Ausrüstungspunkt ist die Isomatte – nicht der Schlafsack

Was sich klimatisch tatsächlich ändert

Fangen wir mit Zahlen an, nicht mit Gefühl. Die offizielle Wetterstation der Region liegt in Zeltweg, gut drei Kilometer von uns entfernt. Die langjährigen Werte (GeoSphere Austria, Referenzperiode 1971–2000):

KennzahlSeptemberAugust
Mittleres Tagesmaximum19,8 °C23,6 °C
Tagesmittel12,5 °C16,4 °C
Mittleres Nachtminimum7,1 °C10,7 °C
Tiefster je gemessener Wert−4,4 °C0,4 °C
Niederschlag im Monat~82 mm~109 mm

In den letzten Jahren liegen die Werte spürbar milder – aktuelle Auswertungen zeigen für Zeltweg im September rund 20 °C am Tag und etwa 9 °C in der Nacht.

Zwei Dinge liest man aus dieser Tabelle heraus:

Erstens: Die Tage bleiben angenehm. Knapp 20 °C und tiefer stehende Sonne – das ist Renn-Wetter, wie man es sich wünscht. Kein Hitzestau, kein Schattenkampf auf der Tribüne.

Zweitens: Die Spanne ist das Thema, nicht die Kälte. Zwischen Nachmittag und Morgengrauen liegen im September rund 13 Grad. Wer mit Sommerausrüstung anreist, merkt das nicht um 18 Uhr beim Bier – sondern um halb fünf in der Früh.

Und noch etwas Erfreuliches: Der September ist in der Obersteiermark trockener als Juli und August. Das Gewitterrisiko der Hochsommer-Nachmittage fällt weitgehend weg.

Ein Wort zu unserem Platz

Die Station Zeltweg steht am Fliegerhorst – flach, mitten im Aichfeld, auf dem Talboden. In klaren Nächten sammelt sich dort die Kaltluft. Unser Platz in Spielberg liegt etwas höher am Hangfuß Richtung Ring, also oberhalb dieses Kaltluftsees.

Nach unserer Erfahrung aus vielen Eventnächten ist es bei uns nachts einige Grad milder als am offiziellen Messpunkt. Das ist Beobachtung, keine Messung – deshalb steht es hier auch nicht als Zahl. Rechne für deine Planung ruhig mit den Zeltweger Werten. Dann bist du auf der sicheren Seite und wirst eher positiv überrascht.

Bei der Nachtruhe haben wir es anders gemacht: Die haben wir unabhängig nach ÖNORM messen lassen. → Nachtruhe, gemessen

Die drei Dinge, die im September anders sind

1. Schlafen

Der häufigste Planungsfehler: Man denkt an den Schlafsack und vergisst den Boden. Kälte kommt von unten. Eine dünne Sommer-Isomatte zieht dir mehr Wärme aus dem Körper als 8 °C Luft je könnten. Wenn du nur eine Sache änderst: die Unterlage.

Dazu kommt Kondenswasser. Kühle Nacht, warmer Innenraum, Feuchtigkeit schlägt sich am Zeltinnenzelt und an Camper-Fenstern nieder. Ein Mikrofasertuch am Morgen und kurzes Durchlüften vor dem Schlafen lösen das Problem, das im August gar nicht existiert.

2. Anziehen

Zwiebelprinzip statt T-Shirt-Entscheidung. Der Tag startet frisch, wird mittags richtig angenehm und kühlt ab dem späten Nachmittag zügig ab. Auf der Tribüne sitzt du still – das fühlt sich immer kälter an als der Weg dorthin.

Und: Es wird gut eine Stunde früher dunkel als im August. Stirnlampe oder Campingleuchte gehört diesmal wirklich eingepackt, nicht nur theoretisch.

3. Fahren

Für alle, die auf zwei Rädern anreisen – und das ist bei der MotoGP ein großer Teil:

  • Kalte Reifen. Bei 7 bis 10 Grad in der Früh braucht Gummi deutlich länger, bis es Grip aufbaut. Die ersten Kilometer sind nicht die, auf denen man Zeit gutmacht.
  • Feuchte Fahrbahn. Taunasse Landstraßen sind im September morgens die Regel, nicht die Ausnahme. Besonders in schattigen Kurven und unter Bäumen.
  • Tief stehende Sonne. Morgens und abends blendet sie flacher als im Hochsommer. Ein sauberes Visier ist plötzlich ein Sicherheitsthema.
  • Trocknen. Wenn du nass ankommst, willst du am nächsten Morgen nicht in nasse Sachen steigen.

Womit wir beim eigentlichen Punkt wären.

Die Entscheidung, die im September wirklich zählt: Strom

Im August ist Strom am Stellplatz ein Komfort-Extra. Kühlschrank, Handy laden, Kaffeemaschine. Nett, aber verzichtbar.

Im September ist Strom das, was über deinen Schlaf entscheidet.

Bei Wohnmobil und Kastenwagen ist das der unterschätzte Faktor: Deine Gasheizung braucht zwar Gas zum Heizen – aber Strom für das Gebläse. Drei Nächte durchheizen ohne Landstrom zieht die Aufbaubatterie leer. Genau dann, wenn du sie brauchst. Wer schon einmal in einer kühlen Nacht die Heizung abgestellt hat, um die Batterie zu retten, kennt das Gefühl.

Beim Zelt entscheidet Strom darüber, ob ein kleiner Heizlüfter am Abend für eine halbe Stunde das Zelt vorwärmt und die Feuchtigkeit rausholt – oder ob du in eine klamme Höhle kriechst.

So verteilt es sich bei uns:

KategorieStromPasst im September für
MINI (nur Zelt)kein StromWer mit richtiger Ausrüstung anreist: warmer Schlafsack, isolierte Matte, Wärmflasche statt Steckdose. Geht gut – aber nur, wenn die Ausrüstung stimmt.
BASICoptional zubuchbarZelt am Auto, kleiner Campingbus. Hier lohnt sich das Häkchen heuer wirklich.
PREMIUM / XL / XXLinklusiveWohnmobile mit Heizung, alle, die durchheizen wollen, und alle, die sich die Frage gar nicht stellen möchten.

Welche Kategorie zu deinem Fahrzeug passt, steht hier im Detail: → Stellplatz-Kategorien im Überblick

Was 230 V / 8 A praktisch tragen

Die Absicherung liegt bei 8 Ampere. Das sind rechnerisch rund 1.800 Watt – im Dauerbetrieb solltest du mit etwa 1.500 Watt planen. Heißt konkret:

  • Ein Heizlüfter mit 1.000 bis 1.500 W: kein Problem.
  • Heizlüfter plus Wasserkocher plus Kaffeemaschine gleichzeitig: fliegt raus.
  • Heizung, Licht, Ladegeräte und Kühlschrank parallel: völlig unkritisch.

Kurz: Ein kräftiger Verbraucher zur Zeit, der Rest läuft nebenher. Der Strom ist übrigens zu 100 % zertifizierter Ökostrom. → Warum uns das wichtig ist

Die September-Packliste – nur das, was im August nicht dabei war

Standard-Campinglisten gibt es genug. Das hier ist die Differenz:

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Fürs Schlafen

  • Isomatte mit R-Wert 3 oder höher (oder eine zweite Matte drunter)
  • Schlafsack mit Komfortbereich um 0 bis 5 °C – nicht den Sommersack
  • Eine zusätzliche Decke pro Person
  • Warme Socken und eine dünne Mütze nur zum Schlafen, trocken im Sack verstaut
  • Wärmflasche – funktioniert auch ohne Strom und ist der beste Trick auf dem Platz

Gegen Feuchtigkeit

  • Mikrofasertuch fürs Kondenswasser am Morgen
  • Vorzeltteppich oder Fußmatte – sonst trägst du den Tau ins Zelt
  • Zweites Paar Schuhe, damit ein Paar trocknen kann

Für Tag und Tribüne

  • Sitzunterlage oder Decke für die Tribüne
  • Wind- und regenfeste Jacke statt nur Regenponcho
  • Stirnlampe oder Laterne – es wird früh dunkel

Für Biker zusätzlich

  • Winterhandschuhe oder ein zweites, wärmeres Paar
  • Antibeschlag fürs Visier
  • Thermounterwäsche für die Heimfahrt am Sonntagabend

Mit Strom am Platz

  • Kleiner Heizlüfter (max. 1.500 W)
  • Verlängerung mit CEE-Adapter

Der Vorteil, über den keiner spricht

Bisher klang das nach lauter Mehraufwand. Deshalb die andere Seite – und die ist stärker, als die meisten erwarten:

Der Fußweg wird zum Spaziergang. 900 Meter zum Haupteingang sind bei 32 Grad im August ein Marsch. Bei 19 Grad sind sie einfach ein schöner Weg. → Der 900-Meter-Weg im Detail

Auf der Tribüne kein Hitzestau. Wer schon mal vier Stunden in der prallen Augustsonne über der Start-Ziel-Geraden gesessen ist, weiß, was ein 20-Grad-Renntag wert ist. → Welche Tribüne passt zu dir?

Weniger Gewitter. Statistisch fällt im September deutlich weniger Regen als im August – und die typischen Hochsommer-Nachmittagsgewitter bleiben aus.

Besseres Licht. Die tief stehende Septembersonne über den Murtaler Hügeln am Abend ist etwas, das man im August schlicht nicht bekommt. Deine Fotos vom Wochenende werden besser aussehen als je zuvor.

Und schlafen tut man bei 9 Grad ohnehin besser als bei 20. Vorausgesetzt, die Decke stimmt.

Ehrlich zur Verfügbarkeit

Die Chalets für die MotoGP 2026 sind ausverkauft. Alle. Das ist keine Verknappungs-Masche, sondern der Stand – und ehrlich gesagt der beste Beleg dafür, dass die Herbst-Frage viele beschäftigt.

Was noch geht:

  • Stellplätze in mehreren Größen sind buchbar – vom Mini-Platz fürs Zelt bis zum XXL für den Luxusliner bis 12 Meter.
  • Die großen Kategorien werden knapp. Was gerade frei ist, siehst du live in der Buchungsstrecke – dort steht auch der tagesaktuelle Preis für jede Kategorie.

Verfügbarkeit und Preise für die MotoGP ansehen

Und damit du nicht umsonst planst: Für die Saison 2027 sind unsere Chalets derzeit nicht buchbar – weder zur DTM im April noch zur Formel 1 oder zur AirPower. Wir prüfen gerade, in welcher Form es sie 2027 geben wird – sobald das entschieden ist, steht es hier und in der Buchungsstrecke. Stellplätze für 2027 kannst du ganz normal buchen. → Termine und Stellplätze für die DTM 2027

Vor der Abreise: kurz nachschauen

Wettervorhersagen für die Obersteiermark sind ab etwa fünf Tagen im Voraus wirklich brauchbar. Alles, was weiter reicht, ist Tendenz – gut zum Packen, keine Punktlandung. Bevor du losfährst:

Bleibt nur eines zu sagen: Der September ist nicht der schlechtere Termin. Er ist ein anderer. Kühlere Nächte, mildere Tage, klarere Luft und Licht, das dieser Landschaft ausgesprochen gut steht.

Pack eine warme Decke ein. Den Rest macht das Wochenende von allein.

Klidně spát, být uprostřed dění

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